Verkehrsmedizinische Untersuchung

Die Fahrtauglichkeit kann aus vielerlei Gründen beeinträchtigt werden:

Zum einen können Krankheiten die Konzentrationsfähigkeit und Wachsamkeit sowie die für Autofahrten unerlässliche Daueraufmerksamkeit vermindern. Dazu zählen vor allem Krankheiten, die das Gehirn selbst betreffen, wie Epilepsie, Parkinson, Multiple Sklerose, Depressionen und weitere psychische Erkrankungen, sowie Alterserkrankungen, wie eine beginnende Demenz.

Zum anderen können diese Beeinträchtigungen auch durch die Einnahme von Medikamenten eintreten.

Diese können durch Medikamente ausgelöst werden, die direkt dämpfend auf die Hirntätigkeit wirken, wie z.B. Benzodiazepine (Beruhigungsmittel, Schlafmittel) Antidepressiva und Neuroleptika, aber auch durch Medikamente, bei denen eigentlich gar keine derartigen Auswirkungen vermutet werden, z.B. Mittel zur Behandlung des Bluthochdrucks, Antiallergika und Schmerzmedikamente.

Die Fahrtauglichkeit kann durch eine verkehrsmedizinische Testung nach dem Wiener Testsystem überprüft werden.

Gemessen werden die Reaktionsfähigkeit, mit dem Reaktionstest (RT), die Konzentrationsleistung mit dem Cognitron (COG), die Orientierungsleistung mit dem Linienverfolgungs-Test (LVT), die Belastbarkeit mit dem Determinationstest (DT) sowie die Aufmerksamkeitsleistung gemessen mit dem tachistoskopischen Verkehrsauffassungstest (ATAVT).

Diese standardisierte Testbatterie ersetzt keine umfassende verkehrsmedizinische Begutachtung, ist aber ein verlässliches Instrument, um die Fahrtauglichkeit einschätzen zu können.

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